GOLD aus Korfu

Ich legte mich hin und entspannte mich.

Mir fällt das bei Karin (Nikbakht) immer ganz leicht, solange ich empfange.

Sie sagte, sie ist heute voller Schlüssel für mich und wird nicht viel sprechen.

Sie saß hinter mir und ich spürte ihre Präsenz und Energie.

Es fühlte sich an wie eine Druckwelle.

Es war als würde ich heute anders wahrnehmen. Immer wenn Karin ausatmete, war es als ob sie mit ihrem Atem etwas ganz bewusst aushauchte. Es war eine Stimmung, die anders und neu war. Als gäbe es keine Form hier, nur Teppiche aus Energie, die ineinandergewebt sind. Ich hatte zwar Gedanken, aber es war kein festhalten da. Ich fühlte mich extrem offen, aber es war nirgendwo Angst oder eine andere blockierende Energie.

 

Es war einfach. Sanft und Frei. 

 

Es war wunderschön eine neue Wahrnehmungs-Ebene zu betreten, es fühlte sich sehr heilsam an und brauchte keine Worte. Karin berührte mich intuitiv an verschiedenen Körperstellen. Bei manchen Stellen war ich mir nicht sicher ob ich das mag, zb beim Solarplexus. Aber ich erlaubte mir einfach das zu fühlen was da war, ohne Gedankenfäden zu spinnen. 

 

Am Anfang summte Karin über meinem Kopf und ich wollte irgendwie mitsummen, aber da war eine Blockade in mir die sagte: Ich kann das noch nicht, ich bin noch nicht so weit.

Dann legte sie meinen Kopf nach rechts, sodass meine linke Nackenseite frei war und es war als würde sich diese Körperpartie so stark öffnen wie noch nie. Als würde ich hier hineinatmen. Dann begann ich innerlich zu zittern, als würden sich Blockaden aus dem Körper lösen uns es kam ein langes, durchdringendes Ausatmen mit einem Stöhnen. Mir hilft das immer Aufgestautes abzubauen, wenn ich Geräusche dazu mache. 

 

Jetzt war ich bereit.

Ich spürte, wie ich mich dadurch immer mehr erdete, im Körper landete.

 

Ich hatte starke Schmerzen in der Lendenwirbelsäule und wollte mich anders hinlegen, habe mich aber dann dafür entschieden mich durch den Schmerz zu atmen.

Ich hatte den Eindruck, dass sich mein Hohlkreuz ausgleicht. Dann kam in mir ein Satz hoch: Ich hätte es mir so sehr anders gewünscht. BAM. Als würde ich dieses Leben nicht wirklich haben wollen. Und es kam die Erkenntnis, dass das in ganz vielen Menschen steckt, dieser Satz und diese tiefe Traurigkeit. Es hätte anders sein sollen. Ich fühlte mich hier einfach durch, ohne den Drang es zu verändern. 

Ich fing an zu weinen und spürte ganz viel Trauer. Und es fühlte sich so an als würde meine Seele neben/hinter mir sitzen und mich bestärken, diese Sätze die in mir gespeichert waren, einfach durchfließen zu lassen, nichts weiter ist damit zu tun.

Ich legte mich auf die Seite und spürte nach. Die Session war zu Ende.

Als ich mich aufsetzte war mir sehr schwindelig bzw nahm ich es zum ersten Mal richtig wahr, dass mir schwindelig ist nach einer Sitzung und ich gab mir den Raum dafür.

 

Seelen(T)Raum. Dieses Wort öffnete sich in mir.

(Und ist vielleicht der Beginn einer neuen Vision...?)

 

Nun tauschten wir die Rollen und hier öffnete sich ganz viel Schatten in mir... Ich fühlte mich klein, was soll ich schon... Ich versuchte meine gefühlt nicht vorhandene Größe durch das Herausstrecken meines Brustkorbs (Hohlkreuz) auszugleichen. Gefühlt brach für mich der feine Raum dadurch immer wieder zusammen, ich war voller Selbstzweifel. Ich fühlte keine Verbindung, fühlte mich wie der erste Mensch, tollpatschig, roh und nun soll ich Karin eine Energie-Session geben...?

 

Es war so viel Unsicherheit da und die Berührungen berührten mich selber nicht. Es machte mich so traurig das wahrzunehmen.

Ich habe doch so viel Liebe zu geben... wo ist sie Jetzt???

Wieso kann ich mein Herz gerade nicht öffnen?

Ich fühlte mich wie ein schreckhaftes Reh im Wald.

 

Ich ging zu Karins Füßen und fing an mit meinem Körpergewicht zu spielen, verlagerte das Gewicht von einem Arm zum anderen und begann mich etwas sicherer zu fühlen. Vielleicht sollte ich in Zukunft immer bei den Füßen anfangen? Dieser Gedanke kommt jetzt beim Schreiben. Es kam eine zarte Welle der Dankbarkeit durch, dass ich jetzt gerade, hier, ganz viel über mich lernen darf und es vollkommen okay ist, dass ich mich so fühle. Ich war dankbar, dass sich gerade tiefe, verborgene Angst-Schichten in der Berührung mit anderen Menschen lösten. Die hatte ich immer.

Bloß niemandem zu Nahe kommen oder gar berühren!

 

Ich spüre einen zarten Spieltrieb hochkommen und wackelte mit Karins Beinen.

Immer wieder hatte ich Angst, zu wenig bei ihr zu sein, den Raum nicht halten zu können. Ich fühlte mich wie ein kleines, überfordertes Mädchen. Und gleichzeitig war ich so dankbar weil ich diese zutiefst unangenehmen Gefühle gerade zeigen konnte.  Ich versuchte mich nicht selber zu verlassen während dieser Erfahrung. Ich wusste, ich darf jetzt daran arbeiten Karin als gleichwertig zu sehen und mich nicht als schlechter. Wir haben uns beide viel zu geben. Am Ende habe ich den Raum dann ganz weit werden lassen, aber nicht fallengelassen.  Hier war Raum zum Zurück-Kommen.

 

Danke.

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